Beta Lounge Bash 2017 - Speckmann

Speckmann in deep concentration

Beta Lounge Bash 2017 - Karlis

Larris – der Birthday Boy

Beta Lounge Bash 2017 - Donna Neda

Donna Neda spielt Funkadelic

Beta Lounge Bash 2017 - Mme Florett

Mme Florett: “From Morning Stars Come Silver Dew”

Beta Lounge Bash 2017 - André Luth und Jan Schlüter

Männer an ihren drehenden Kisten: Jan und André

Jahresende – ab nix ist mit Besinnlichem: Der “End of the Year” Beta Lounge Bash setzt Tänzer und Hörer in eine Ekstase, die es in diesen Breiten nur selten gibt. Das Konzept ist bewährt: Zum 11. Mal lädt das Team um Heiko Jahnke befreundete DJs zum musikalischen Jahresrückblick. Jeder darf drei Songs spielen: einen zum Eingrooven, einen für die Peak Time und einen zum Ausklang – immer mit kleiner Ansage, wer hier gerade die Regler bedient. Schon im ersten Drittel bleibt im Publikum keiner sitzen. Dabei wird hier die Vorgabe schon recht unterschiedlich ausgelegt. Von Midtempo-Soul bis erste Uptempo-Tech-Beats wurde “Warm Up” interpretiert.

Zur Peak Time übernahm Miguel Martinez die Rolle des MCs. Jetzt zog das Tempo merklich an. Heimlicher Favourites der Meute waren u.a. Mr. Jukes und Sophia Kennedy, die besonders Speckman am Herz lag. Andere Entdeckungen: Snoop Dogg kann noch guten Pop – sein “Go On” brachte schon mal den Sommer zurück (danke, Jan “Slim”) und Soulphictions “Dirty Hot” sowie Shabazz Palaces’ “Shine a Light” schnappen sich ein Soul-Sample und reiten mit Heiko bis zum glücklichen Ende.

It Was A Wonderful Year – zumindest musikalisch

Wie erwähnt: Die musikalische Auswahl war groß. Doch es gab klar erkennbare Trends. Neue Edits von brasilianischen Boogie-Knallern standen besonders hoch im Kurs. Ob nun Ed Motta (von Constantin), Christina Carmago (Simon) oder Marcia Maria (Larris)- die Menge tobte. Natürlich gab es auch viel osmanisches und einige Edits von Soul-Helden (Floaters, Gwen McCrae, Earth Wind & Fire (extended!)) und natürlich waren Kendrick Lamarr, Thundercat und die Funkadelic Remixe eh’ gesetzt. Doch der umspannende musikalische Mix umarmte auch das Publikum. Hier wurde nicht nur mit dem Kopf ein bisschen genickt, hier wurde mit dem ganzen Körper gewackelt. Kurz: So nah an der Soul Train Line waren wir in diesem Jahrtausend hier noch nicht.

Money’s Too Tight To Mention

Das Schlimmste am heutigen Abend ist die Auswirkung aufs Portemonnaie. Denn hier hört man so viel Stoff, den man doch unbedingt öfter hören möchte. Und so hätte Shazam (jetzt unter Apples Fittichen) als Sponsor hier richtig Sinn gemacht. Aber: An diesem Ort regiert Gott Sei Dank die “Old School” – Marketing hat hier wenig zu suchen.

Ich werde mir auf jeden Fall einige Brazil-Boogie-Monster zulegen, den tollen Weihnachtshit von Smokey Robinson mit den Dap-Kings (Danke, André) und den coolen Moodymann-Remix von Model 500. Wo soll das alles enden?

Meine Bewerbung für 2018

Das hat soviel Spaß gemacht, dass ich mich hier und jetzt bei den Mannen um Heiko bewerben möchte. Ich hätte diese drei Tunes gespielt.

  1. Children Of Zeus:  ‘Smoke with Me’ EP (new)
  2. Mary Gold: “Dancing” 12″ (Re-Release)
  3. Leroy Hutson: “Positive Forces” 7″ (previously unreleased) oder doch Frank Eddie: “Love Has never passed me by”?

Vielleicht klappt’s ja beim Beat Lounge End of the Year Bash 2018…